Governance- und Vertrauensmodell
Das Governance-Problem
Jede Infrastruktur, die globale Relevanz anstrebt, muss folgende Fragen beantworten:
- Wer kontrolliert die Verifizierung?
- Wie wird die Weiterentwicklung verwaltet?
- Wie wird ein Lock-in vermieden?
- Wie werden historische Nachweise bewahrt?
Ohne klare Governance bricht das Vertrauen zusammen.
Schichtungstrennung
VeriSeal trennt:
1. Nachweisschicht (Verifizierbar)
- Kanonische JSON-Ausgabe
- Hash-Struktur
- Verkettungslogik
- Verifizierungsregeln
2. Ausführungsschicht (Kontrolliert)
- Infrastruktur-Orchestrierung
- Optimierung
- Bereitstellungslogik
- Betriebsmittel
Die Verifizierung hängt nicht von der Ausführungskontrolle ab.
Anbieterunabhängigkeit
Nachweise müssen verifizierbar bleiben:
- ohne Erlaubnis des Betreibers,
- über die Zeit hinweg,
- bei organisatorischen Umstrukturierungen,
- über juristische Grenzen hinweg.
Die Verifizierungslogik ist reproduzierbar.
Abwärtskompatibilität
Die Weiterentwicklung des Protokolls muss bewahren:
- Unveränderliche historische Nachweise
- Deterministische Verifizierung
- Nicht-destruktive Upgrades
Die Infrastruktur darf die Geschichte nicht zerstören.
Souveränitätskompatibilität
VeriSeal unterstützt:
- SaaS-Bereitstellung
- Private Nodes
- Souveräne On-Premise-Infrastruktur
- Hybride Modelle
Die Verifizierung bleibt konsistent.
Dies ermöglicht die Einführung über Gerichtsbarkeiten hinweg
ohne architektonische Fragmentierung.
Hybrides Governance-Modell
Totale Offenheit birgt das Risiko der Kommodifizierung und Fragmentierung.
Totale Undurchsichtigkeit blockiert die Einführung.
VeriSeal operiert durch:
- Transparente Verifizierungslogik
- Kontrollierte Ausführungsschicht
- Kommerzielle Nachhaltigkeit
- Governance-Disziplin
Vertrauen erfordert Struktur, nicht Rhetorik.